Was muss man beachten, BEVOR man sich bei einem paid4Dienst anmeldet?

  • Zuerst schauen ob ein gültiges Impressum vorhanden ist, weil der Dienst wegen einer Abmahnung schnell wieder vom Markt sein könnte.
  • Nach § 6 des Teledienstegesetzes (TDG) gilt die Impressumspflicht für alle Anbieter geschäftsmäßiger Teledienste.
  • Die Impressumsangaben müssen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Das Impressum darf somit nicht versteckt werden. Am besten ist es, wenn auf jeder einzelnen Seite der Website ein Link erscheint, der direkt zu dem Impressum führt. Ein Impressum, dass sich zwei Klicks von der Hauptseite entfernt befindet, ist noch statthaft. Aufwendiges Scrollen führt dazu, dass das Impressum nicht mehr leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar ist.
Ein ladungsfähiges Impressum muss folgenden Inhalt aufweisen:
  • Mindestens einen ausgeschriebenen Vornamen und den Zuname des Betreibers.
  • Vollständige Postadresse: Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Herkunftsland (Postfach alleine genügt nicht)
  • Eine schnelle Ansprechmöglichkeit. email-Adresse und/oder Telefonnummer, wenn vorhanden, auch Faxnummer, Skype.
  • Ist eine kostenpflichtige Telefonnummer angegeben, müssen die Einheiten/Minute ersichtlich sein. Z.B. 01900er Nummer 0,12 Cent/ Minute.
  • Hat der Dienst eine Umsatzsteuer-ID-Nummer (DE81.....), muss diese angegeben sein (Steuernummer nicht). Gibt der Dienst an, Kleinunternehmen nach § 19 UStG. zu sein, braucht er i.d.R. keine USt-ID.
  • Ist der Betreiber eine juristische Person (z.B. eine GmbH oder AG), so ist der vollständige Name der GmbH zu nennen. Zudem bedarf es einer Nennung der Namen der Vertretungsberechtigten (z.B. Geschäftsführer).
  • Kommt der Anbieter aus dem europäischen Ausland, ist Folgendes zu beachten: Ob englische Ltd. oder französische SARL, wendet sich ein ausländisches Unternehmen über das Internet an deutsche Kunden, muss es das TDG beachten. Britische Firmen, müssen die Eintragungsnummer des britischen Company House in Cardiff angeben. Die deutsche Niederlassung, muss direkt ansprechbar sein und den Namen des Geschäftsführers angeben.
  • Ist der Anbieter aus Österreich, sollte er sich an die Informationspflichten aus dem ECG (E-Commerce-Gesetz) halten.
  • Außer den oben angeführten Angaben zur Anschrift, muss die Firmenbuchnummer und das Firmenbuchgericht angegeben werden, wenn vorhanden. Die Kammer (z.B. Wirtschaftskammer), der Berufsverband oder eine ähnliche Einrichtung. Wirtschaftskammer-Mitglieder können dies mit einem Link auf ihren persönlichen Eintrag im Firmen A-Z von wko.at verlinken.
  • Der Betreiber muss über eine DENIC oder NIC.COM Abfrage eindeutig identifizierbar sein.
  • Wird eine Website von mehreren natürlichen und juristischen Personen gemeinsam betrieben, so sind alle Beteiligten Dienstanbieter. Für jeden der Anbieter müssen im Impressum vollständige Angaben enthalten sein.
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB (bei manchen Diensten auch Regeln genannt) sollten folgende Angaben enthalten:
  • Angaben, über mögliche Kosten der Mitgliedschaft
  • Welches Mindestalter ist zur Anmeldung nötig?
  • Können mehrere Personen eines Haushalts/einer IP Mitglied werden, oder nicht?
  • Welche Staatsangehörigkeit braucht man?
  • Aussage zum Datenschutz
  • Wie sind die Regeln bei Spam, Manipulation usw.?
  • Angaben, über mögliche Strafen bei Verstoß gegen die AGB (wird das Mitglied vorerst gesperrt und angeschrieben?)
  • Angaben, über Seiten die nicht beworben werden dürfen (rassistische, pornografische, gegen das deutsche Recht verstoßende)
  • Verbot von Klickprogrammen und autom. Anmeldediensten
  • Wie ist die Inaktivität geregelt (Wird man per email geweckt oder vor dem Löschen informiert?)
  • Regelung für Minusmails und/oder Minusbanner
  • Regelung zum Betteln in autom. Besuchertauschsystemen
  • Urlaubsfunktion (max. Länge)
  • Wie sind die Regeln bei vorzeitiger Beendigung der Mitgliedschaft (z.B.: Wird dann das Guthaben vor Erreichen der AZG ausgezahlt?)
  • Angaben, über Ref-Regelung (wie viele Ebenen, Höhe der einzelnen Ebenen, Ref-Kauf)
  • Downline-Regelung [Erhaltungsmodul vorhanden?)
  • Angaben zur Umrechnung (wann, wie)
  • Auszahlung (Auszahlungsgrenze, Zeitraum, Kontoarten, evtl. Gebühr)
  • Regelung bei Accountverkauf (Mitteilung an den Webmaster ja/nein, evtl. Gebühren?)
  • Wie ist die Schadenhaftung geregelt? (Haftet der Betreiber bei nachweislich, grob fahrlässiger Handlung?)
  • Handhabung bei Schließung des Dienstes (Werden alle Mitglieder ausbezahlt egal wie hoch das Guthaben ist?)
  • Hinweis, dass eine AGB Änderung per Newsletter mitgeteilt wird
  • Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht bei AGB Änderungen
  • Datum, wann die AGB verfasst wurden bzw. letzte Änderung
Wünschenswert wären:
  • Angaben, wie das backup der DB gemacht wird (wie oft, wann, in welcher Form)
  • Informationen über vorhandene Erfahrungen des Betreibers im Paid4
  • Genaue Supportzeiten, wenn eine Telefonnummer im Impressum steht
Tipp: Bevor man sich anmeldet, sollte man ins Forum schauen. Ist der Dienst kein neuer mehr, kann es sehr aufschlussreich sein, was man dort unter Support liest. Bitte auch die Antwortzeiten des Webmasters oder Moderators beachten.

VORSICHT ist geboten, bei folgenden Angaben:
  • Anmeldegebühr wird erhoben
  • Für eine Anmeldung wird die Teilnahme an einer großen Verlosung versprochen
  • Keine Auszahlung auf ein deutsches Bankkonto möglich
  • Mitglieder aus aller Welt sind erwünscht
  • Betreiber kann das Mitglied ohne Angabe von Gründen kündigen
  • Die Ref-Ebenen sind zu hoch angesetzt (z.B. 30% in der 1. Ebene)
  • Startbonus ist übertrieben hoch (mehr als 50 Cent)
  • Bei Accountverkauf/Schenkung wird eine Gebühr fällig oder Verkauf ist verboten
  • Für Änderung der Daten im Account, Refumschreibung usw. wird eine Gebühr erhoben
  • Bei Missbrauch ist eine sehr hohe Schadenersatzsumme angegeben
  • Auszahlungsgrenze liegt weit über 10 Euro (oder wurde erst kürzlich sehr hoch geschraubt)
  • Angaben, wie Auszahlungsgrenze und Frist fehlen
  • Es wird von einem Mailtausch gesprochen, obwohl es ein Paidmailer ist
  • Die Angaben auf dem Index stimmen nicht mit denen in den AGB überein (speziell die AZG)
  • Refrally wird mit übertrieben hohen Preisen dotiert
  • Seite hat viele Schreibfehler
  • Keine AGB vorhanden*

  • * AGB sind nicht zwingend notwendig. Ein seriöser Dienst sollte trotzdem welche haben. Sie dienen zu mehr Transparenz über sein Angebot.
Folgende Informationen sollten gut sichtbar sein:
  • auf dem Index, Angaben zur Auszahlungsgrenze, Ref-Ebenen und Art der Mails
  • Verdienstübersicht
  • ausführliche FAQ
  • Auf dem Anmeldeformular sollte der Werber erkennbar sein
  • Statistik der payrate der letzten Monate
  • In den Mediadaten u.a. die Angabe der Anzahl der versendeten Mails und der durchschnittlichen Klickrate
  • Startdatum des Dienstes
  • Kontaktformular
  • Angabe der Sponsorenpreise
  • Aufzählung bereits vorhandener Dienste des Betreibers
  • Die Anmeldung sollte erst durch einen Bestätigungslink (in Email) aktiviert werden
Wünschenswert sind:
  • gesonderte Sponsoren AGB
  • ein diensteigenes Forum
Was kann man tun, wenn ein Dienst das beantragte Guthaben nicht innerhalb der in den AGB festgelegten Frist auszahlt
  • Guthaben ein zweites mal per Email anfordern, mit Festsetzung einer Frist von maximal einer Woche
  • Anliegen ins diensteigene Forum unter Support schreiben
  • Externe Kommunikationsmittel nutzen (ICQ, Skype usw.)
  • Mahnbescheid zusenden
  • Klage vor Gericht anstreben
Unter diesem Link findet man einen online-Mahnbescheid und andere nützliche Infos:
http://www.letzte-mahnung.de

Man kann aber auch in jedem gut sortierten Schreibwarenhandel einen Vordruck kaufen. Diesen Mahnbescheid persönlich beim zuständigen Amtsgericht abgeben und die Gebühr bezahlen (18 Euro für Paid4 relevante Beträge, egal ob es sich um 3 oder 50 Euro handelt).

Sind all diese Angaben beim Dienst vorhanden, kann man davon ausgehen, dass der Webmaster Ahnung vom Geschäft hat.


CashButterfly
paid4siegel.de


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